17.09.2011 - Nasenarbeit

Gestern abend waren wir zum dritten Mal zum Nasenarbeits-Kurs in der Hundeschule. Ich bin enorm beeindruckt, wie schnell Xanny begriffen hat, was er zu tun hat. In der letzten Woche hatten wir außer Sohnemann und Leckerlis auch einmal einen Ball versteckt. Den hat Xanny zwar gefunden, ist aber einfach drüber gelaufen und hat ihn nicht als das erkannt, was er suchen soll. Wir haben uns also in der Zwischenzeit Schlüsselanhänger aus Vlies besorgt und diese ein paar Tage in der Hosentasche mit uns herumgetragen, damit sie unseren Geruch annehmen.

Gestern nun sind wir also zur Hundeschule gefahren, Xanny mit hungrigem Magen. Denn ich hatte seine komplette Fleischportion in kleine Würfel geschnitten und kurz gekocht, damit sie bei der Gabe als Belohnung nicht gar so eklig sind. Ist prima, wenn man sowas Leckeres zur Verfügung hat, denn zwischen den Suchübungen kann man auch immer ein wenig Sitz Platz und ähnliches üben. Nun möchte ich mal aufzählen, welche Übungen Xanny gestern mit Bravour gemeistert hat:

Zur Einstimmung gab es 6 große Kunststoff-Kegel, unter 4 davon wurde ein Fleischwürfel versteckt, natürlich so, dass Xanny es nicht sehen konnte. Er hat natürlich alle Fleischstücke gefunden und dies immer mit Kratzen am Kegel angezeigt. Wir haben diesen dann immer schnell umgekippt, damit Xanny an seine Belohung kommt.

Einer unserer Schlüsselanhänger wurde Xanny unter die Nase gehalten, er hat ihn beschnuppert, gekostet und dann wurde dieser in einem der Agilitytunnel, beim nächsten Mal hinter einem Busch versteckt. Einen hat Xanny recht schnell gefunden. Der zweite im Tunnel dauerte etwas länger, da lief Xanny auch erst mal drüber, bekam aber dabei wohl den Geruch in die Nase, machte kehrt: Ziel erreicht. Ein drittes Mal wurde Xannys Plüsch-Ernie versteckt, da brauchte er dann etwas Hilfe beim Finden, ich muss aber erwähnen, dass dies die letzte Übung am Abend war und Xanny eigentlich schon fix und alle war, dies aber auf keinen Fall zugeben wollte. Er zog und zerrte immer wieder zu dem Türchen zum Suchgelände, es war traumhaft, wie arbeitswillig Xanny sich zeigte.

Zwischendrin versteckte sich Sohnemann für einen Hund außerhalb des Hundeschulengeländes. Diese Übung läuft wie folgt ab: Der Hund bekommt den Schlüsselanhänger gezeigt, der nach der zu suchenden Person riecht, außerdem eine Hand voll Leckerchen. Die Person geht zum Tor hinaus, verliert draußen auf dem Weg den Schlüsselanhänger und versteckt sich, in diesem Fall quer über die Wiese hinter Gebüsch. Xannys Aufgabe sollte sein, sich diese Suche anzuschauen, indem er hinter dem suchenden Hund herlaufen sollte, mit mir am anderen Ende der Leine natürlich. So haben wir das auch gemacht. Nur dass der suchende Hund von der Spur abkam und einen Bogen einbaute, Xanny jedoch direkt seiner Nase nach über die Wiese wollte. Ich musste ihn natürlich bremsen, denn schließlich sollte er hinterher laufen und nicht vornweg.

Nach diesem Beispiel sollte Xanny selbst diese Übung absolvieren. Also, Sohnemann zeigte ihm den Schlüsselanhänger, die Hand voll Fleischwürfel, flitzte zum Tor hinaus, verlor den Schlüsselanhänger, lief einen Weg entlang und bog nach links in einen weiteren Weg ab, um dort auf uns zu warten. Die Strecke war - ich bin mir nicht sicher - ca. 50 - 70 Meter lang. Xanny quietschte genau so aufgeregt, wie der Hund vor ihm, es war verrückt, wie verrückt er auf diese Suche war. Wir nahmen den Schlüsselanhänger auf, ließen Xanny nochmals daran schnuppern und - SUCH - gings los. Unterwegs verlor er 3 Mal die Richtung, bekam den Anhänger nochmals zum schnüffeln, fand seine Spur wieder und fand Sohnemann um die Ecke, der den Fleisch-Jackpot für ihn bereit hielt.

Ich hätte nie gedacht, dass Xanny schon so prima Gegenstände und auch Personen finden kann. Ich bin mächtig stolz auf unsern Drops. Als wir nach Hause kamen kippte er neben der Haustür auf sein Pfotenhandtuch und schlief gleich ein. Diese Schnüffelabende schaffen ihn mächtig gewaltig, und wir kommen jedes Mal mit einem zufriedenen, ausgeglichenen Hund nach Hause.

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