30.10.2011 - Suchen

Aber nicht dass ihr denkt, nach 3 Stunden toben mit den Geschwistern war der Tag ausgelastet. Nenene, abends gings noch zum Schnüffelkurs.

Kaum aus dem Auto ausgestiegen, wusste ich sofort wo ich bin. Und ... ihr glaubt doch nicht, dass wir gesittet und - wie laufend geübt - mit durchhängender Leine zur Hundeschule laufen. Da will ich so schnell wie möglich hin, also wird gezogen was das Zeug hält. Da gibt Mama ihr Vorhaben, vorbildlich mit mir dort anzukommen, immer recht schnell auf.

Diesmal ging es nicht darum, eine Person draußen im Park zu finden. Diesmal versteckte sich immer wieder mein zweibeiniger Bruder auf dem Hundeplatz für mich, immer mit Futter. Aber, ich sag euch, die spinnen die Zweibeiner, der wollte mir einfach meine Leckerlis nicht geben, wenn ich ihn gefunden hatte. Hää? Wasn jetzt los? Komische Geschichte. Erst als ich mich dann hinlegte, weil ich so viel besser an die Hand mit den Leckercken kam, da wurde ich plötzlich gelobt und bekam auch die lecker Häppchen. Naja, Kinderspiel, das hab ich mir natürlich gemerkt und es beim nächsten Mal gleich wieder ausprobiert. Und bingo, es klappte.

Das machen wir nun auch öfter daheim, mein Bruder versteckt sich im Garten mit Leckerlis und ich leg mich vor ihm hin, wenn ich ihn gefunden hab. Ich weiß ja nicht, was da nun so spannend dran ist, aber die freuen sich da immer alle drüber, also muss es gut sein. Aber ich glaube ja, dass da mehr dahinter steckt. Wir werden sehen.

30.10.2011 - Wasser *brrr*

Oh man, ich bin zu spät, ich wollt schon viel eher berichten. Na macht nüscht. Man muss ja auch mal Pause machen, ne?

Also, Freitag trafen wir bei unserer Züchterin meinen Bruder Snörre. Mama sagt, der ist noch genau so hübsch, wie vor Wochen, als wir ihn das letzte Mal sahen. War ja wohl klar, dass uns das egal war, wir wollten nur über die Wiese fegen und toben. Winnie war natürlich mit von der Partie, die muss ja immer ihr Zuhause verteidigen und uns klar machen, wer da wohl der Chef ist. Macht sie ganz gut. Unsere Mama und die Uroma durften auch mit zu uns, aber die wollten irgendwie nicht mit uns rumlaufen, die haben immer nur gemeckert, wenns zu dolle wurde.

Auf dem Weg übers Grundstück hin zum Welpenhaus, wo auch getrimmt wird, kommen wir an einem Teich vorbei, da gehen wir immer saufen. Irgendwie machte es auf einmal *platsch* und Snörre stand bis zur Bauchhälfte im Wasser, kam dann rausgefegt und wälzte sich gleich in einer Buddelkuhle. Da war die Begeisterung groß, schließlich sollte er ja gleich getrimmt werden. Aber wisst ihr, es dauerte keine 2 Minuten, da machte es wieder *platsch* und ich stand ebenfalls im Wasser. Ich war NOCH NIE im Wasser, und gleich gar nicht mit dem Bauch. DAS fühlte sich vielleicht komisch an, ich rannte wie ein Bekloppter durch den Garten und mein Frauchen lachte nur. Gemein, oder?

Snörre musste dann auf den Trimmtisch, der Arme. Ich hatte das ja vor 1,5 Wochen auch über mich ergehen lassen müssen, wusste also wie er sich fühlt. Naja, warum solls anderen besser gehen. Ich spielte derweil drinnen mit Winnie. Die legte dann aber ein Nickerchen ein und raunzte mich ganz schön an, als ich meinte, jetzt müsste sie aber wieder mit mir spielen. Da bin ich dann nach draußen zu Mama und Uroma, aber die wollten auch nicht mit mir spielen. Laangweilig. Mein Frauchen tauschte sich rege mit Snörres Frauchen aus und sie entdeckten einige Dinge, die Snörre und ich wohl gemeinsam haben. Hallo! Wir sind Brüüüder, ist ja wohl klar, oder?

Als Snörre fertig war, gings weiter mit dem Toben, diesmal drinnen. Die Zweibeiner beschäftigten sich mit Kaffee und Kuchen und wir erkundeten das Haus. Nach fast 3 Stunden toben und spielen sind wir dann wieder nach Hause gefahren und ich hab 2 Stunden mit meinem Frauchen auf dem Sofa gelegen und geschlafen. Also, das stimmt nicht ganz, ICH hab geschlafen, aber meine zweibeinige Mama konnte nicht weg, weil ich auf ihr lag. War sooo gemütlich *schnarch*

28.10.2011 - Pansen ohne Zähne

So sieht es aus, wenn ein 5 Monate alter Airedale - der sich mitten in der Zahnung befindet - versucht, ein trockenes Stück Pansen zu kauen:

27.10.2011 - Morgen

Morgen Kinder wirds wahas geben *träller* ... nee Quatsch, noch ist nicht Weihnachten. Aber morgen treff ich meinen Bruder Snörre wieder! Cooler Name was? Snörre hat morgen seinen ersten Trimm-Termin bei unserer Züchterin. Und da er ziemlich weit weg von uns wohnt, wollen wir die Gelegenheit nutzen und ihn besuchen. Das wird ein Spaß, unsere Halbschwester Winnie ist ja auch noch da, ne Toberunde ist da ja wohl fällig! Ich berichte morgen!

Heute bin ich übrigens 5 Monate alt!

26.10.2011 - Zeckenpferd

Xanny erzählt heute mal:

Boah Leute, gestern hab ich doch tatsächlich eine Zecke unterm Bein gehabt. Das war vielleicht ein Theater, das Viech wieder rauszubekommen. Dann meinte meine Futterzubereiterin sowas wie Ups, jetzt ist der Körper ab. Dann kam sie mit einem anderen Werkzeug und rupfte auch den Zeckenkopf noch aus mir raus. Der steckte vielleicht fest. Vorsichtshalber hab ich ganz still gehalten, wenn Mama so aufgeregt ist, ist mit ihr nicht gut Kirschen essen. Ich vermute mal, das Tierchen hab ich mir im Riesewohld eingefangen, da waren wir am Sonntag zum Familienausflug, ein bisschen spazieren im Wald:


Heute hat Mama frei und nachdem sie endlich ihren zweiten Kaffee ausgeschlürft hatte, dachte ich Jetzt gehts los, auf zur großen Runde!, aber nee, da war noch was mit Wäsche. Apropos Wäsche, habt ihr DAS schon mal gerochen? Wenn Wäsche aus dem Ding kommt, was sich immer so dreht und was man auf jeden Fall ein paar Mal anbellen muss, sicherheitshalber? DAS riecht vielleicht gut! Ich pass immer genau auf, dass Mama auch alles rausholt aus der Maschine und rein in den Korb und dann versuch ich mich da drin zu wälzen. Aber der Korb ist im Weg. Manchmal kommt die Wäsche draußen auf einen Ständer, dann flitz ich da immer drunter und schupper mich an der Wäsche. Mama mag das ja nicht so, aber sie muss trotzdem immer lachen.

Also nach der Wäsche gings dann aber endlich los, aber fiiiies: ein ganz neuer Weg, kannte ich noch gar nicht! Das mag ich nicht so. Da gibts immer neue Geräusche, die ich nicht einordnen kann. Neue Gegenstände, Häuser, Schilder, Zäune, Müll, alles ungewohnt. Da muss ich immer erst mal stehen bleiben und gucken und warten, bis Mama sagt Jetzt komm, ist nur ein Schild, tut nix! Naja, war ja auch ganz nett, mal in neue Ecken zu schnuppern und wie ich da so am schnuppern bin und den Kopf wieder hebe ... steht da ein Viech auf der Straße!!! Zweibeiner oben drauf, Zweibeiner daneben mit Leine in der Hand. Also, ich hab solche Vierbeiner ja schon gesehen, von weitem hinter Zäunen, ohne Leine. Aber so nah und mitten auf der Straße ... nee, das ging ja gar nich. Aber der Zweibeiner an der Leine, voll nett, wollte mich unbedingt kennenlernen und ich wollte auch, wirklich. Aber dafür musste ich dem - Mama nennt es Pferd - näher kommen. Weil das aber ein ganz Nettes war und ganz brav stehen blieb, bin ich dann doch hin und hab mal näher geschaut.

Also was das alles gibt *Kopfschüttel*, das muss ich erst mal verdauen, am besten bei einem Schläfchen *gähn* ...

21.10.2011 - Xanny! SUCH!


Heute waren wir wie jeden Freitag abend zur Nasenarbeit in der Hundeschule. Wir begannen mit einfachen Such-Geschichten auf dem Platz der Hundeschule, da wir einem Anfänger zeigen wollten, wie man eben anfängt mit der Sucherei.

Während dieses Kurses verstecken sich die HF gegenseitig für die Hunde, die Personen suchen sollen. Für Xanny ging heute ein HF los, den wir noch nicht gesucht hatten. Für diesen Kurs hatte ich mal ganz einfache Schlüsselanhänger aus dünnem Vlies gebastelt, die die Teilnehmer dann schon den Tag über mit sich in der Hosentasche herumtragen. Auch unser "Opfer", wie ihr immer so schön beim Mantrailing sagt.

Also unser Opfer lief los und ließ einen lauten Pfiff ertönen, als er am Ziel angekommen war. Nun will ich euch mal die Suche zeigen, die Xanny heute absolviert hat. Die Strecke verläuft komplett auf gepflastertem und asphaltiertem Fußweg, was wir bisher nur einmal gemacht haben.



Hier Xannys Suche:



Da wir noch kein Suchgeschirr benutzen, legen wir zum suchen ein anderes Halsband mit der Suchleine um, damit das Ritual schon mal einstudiert wird, ca. 1 Meter entfernt von dem Gegenstand, den das Opfer am Startpunkt "verliert". Dann gehen wir dorthin, nehmen den Gegenstand auf, lassen riechen und los gehts mit SUCH. Xanny hielt nur flüchtig die Nase ans Vlies und lief sofort los. Auf Höhe des Autos des Opfers kreiselte er (wurde mir erst hinterher erklärt, dass es sein Auto war). Ich wollte schon eingreifen, wurde aber von hinten angeleitet, dass alles in Ordnung sei. Xanny lief dann weiter auf der Spur, stöberte in beiden Einfahrten und auch hinter einem großen Busch, kam aber immer wieder auf den Weg zurück und fand sein Opfer. Das ganze lief in einem Affenzahn ab, so dass ich stückweise hinterher rennen musste, dabei aber darauf achtete, dass Xanny auch ordentlich zieht und die Leine nicht lose hing. Die Strecke betrug ... hach ich kann nich schätzen ... 100 Meter vielleicht.

Also ich konnte das kaum fassen, dass er diese Suche so sicher absolviert hat. Okay, für Mantrailer klingt das vielleicht lustig, aber wir in unserem Schnüffelkurs sind ja nicht so die Profis und freuen uns immens über solche Erfolge, erst recht wenn so ein fast 5 Monate alter Wuff sie erzielt!

19.10.2011 - Erster Trimm-Termin

Heute waren wir zum ersten großen Trimmen. Xanny hat sich als echte Heulboje bewiesen und gemeckert und gejammert, was das Zeug hielt. Aber er hat es hinter sich gebracht und hier folgen die Vorher-Nachher-Fotos:







Xanny mit Halbschwester Winnie


Ratebild: Wieviele Airedales befinden sich unter dem Sessel?


18.10.2011 - Zahn

Heute vormittag bin ich mit Sohnemann zum Schlittschuh-Laufen unterwegs gewesen und als wir wieder heimkamen, lag eine Überraschung auf dem Küchentisch: Ein dicker fetter Backenzahn von Xanny, der beim Kampf mit einem Handtuch wohl im Flur herausgefallen ist. Mein Mann trat später drauf und wunderte sich, was ihn da so piekst am Fuß.

Morgen gehts zum ersten großen Trimm-Termin. Die Ohren haben wir bereits vorgestern gelöst, da Xanny sich ständig am linken Ohr gescharrt hat. Nun wissen wir auch warum, die Haut hat sich wohl etwas entzündet und war ganz rot. Nun schauen wir morgen, wie es weitergeht mit den Ohren.

Morgen ist aber nicht nur Trimmen angesagt, nach uns kommt Henry, Xannys Bruder zum Trimmen. Den werden wir also wieder sehen und ich bin ganz gespannt, wie die beiden miteinander umgehen und wie Henry sich entwickelt hat.

12.10.2011 - Strandausflug

Weil nach einigen fiesen Herbstwetter-Tagen heute morgen die Sonne schien, bin ich mit Xanny zum Elbstrand nach Bielenberg gefahren und habe tolle Fotos gemacht.

Ich mag diese Fotos, gegen die Sonne fotografiert ergibt sich immer eine tolle Stimmung, vor allem wie hier bei ablaufendem Wasser.



Igitt, Wasser


Stolzer kleiner Bursche


Ausblick auf die Elbe


Xanny begab sich selbst in Position


Ist da unten jemand?


Und zu guter Letzt eine Bilderserie. Xannys Reaktion auf die Entdeckung eines Hundes:


Hier war ich wohl zu langsam :-)







Und dann endete der Angriff, denn das Gegenüber wollte nicht spielen, lieber seinen Stock mit Geknurre bewachen. Es war ein toller Ausflug, nach dem Xanny nun kaputtgespielt in der Küche liegt und schläft. So oft wie er mich daheim ärgert und herausfordert, wenn wir draußen unterwegs sind benimmt er sich wirklich toll und macht mich richtig stolz!

08.10.2011 - Junghund

Da wir ja nun wie bereits geschrieben in die Junghundgruppe aufgestiegen sind, sind wir heute erstmalig in die Junghundestunde gegangen. Heute hatte ich kein Auto zur Verfügung, so dass wir zur Hundeschule laufen mussten. Ich dachte, Xanny wäre dann vielleicht schon etwas geschafft, aber Pustekuchen, ab ging die Post.

In diesem Kurs wird nun weit weniger gespielt als im Welpenkurs. Am Anfang gibt es eine Toberunde, damit sich alle begrüßen und etwas auspowern können, aber dann heißt es ARBEITEN!

Jeder leinte seinen Hund an und lief mit ihm kreuz und quer über den Hundeplatz. Ziel war, ohne Zerren vorwärts zu kommen. Da wir in den letzten Tagen den Leinenführigkeitskurs mitgemacht haben, kannte ich die Vorgehensweise, nämlich stehen zu bleiben, wenn der Hund zieht und seine Aufmerksamkeit zu belohnen. Xanny kannte dieses Spiel also schon, aber er zog fast gar nicht. Ich bin gezielt nah an den anderen Hunden entlang gelaufen, weil unter Ablenkung auch Xanny gern zieht, aber auf dem Hundeplatz ist ja immer alles ganz anders und Xanny lief prima.

Anschließend setzten wir uns im Kreis auf Stühle, jeder nacheinander lief mit seinem Hund einmal um den Kreis, ohne Ziehen! Danach leinten wir die Hunde ab, ließen sie kurz spielen und gingen dann zum gegenüberliegenden Zaun mit dem Ziel, dass unsere Hunde uns folgen sollten und wir sie wieder anleinen konnten. Wir stellten uns dann wieder im Kreis auf, ein Hundeführer mit Hund in die Mitte. Alle anderen liefen dann jeweils 1-2 Schritte auf die beiden zu und wieder zurück. Dies diente dazu, zu sehen, wie der Hund in der Mitte auf die Bedrohung reagiert, die in dem Moment aus allen Richtungen auf ihn zukommt. Kein Hund hatte damit aber ein Problem.

Es kam nochmals die Geschichte mit ableinen, spielen, weggehen, Hund folgt, anleinen. Als letzte Übung gab es eine Strecke mit 3 Hürden, die Stangen ca. 10 cm über dem Boden, einem kurzen großen Tunnel und einer weiteren Hürde. Die Hunde blieben am Anfang und wurden von der Kursleiterin gehalten, die Hundeführer liefen ans Ende und riefen ihre Hunde zu sich. Einige Hunde flitzten am Tunnel vorbei. Ich wollte mit Xanny gern das Sitzenbleiben ausprobieren und bat darum, nur einen Finger ins Halsband zu haken für den Fall, dass er mir hinterherlaufen möchte. SITZ in Verbindung mit BLEIB kennt Xanny gut, ich lief dann mit erhobenem Zeigefinger (für Bleib) rückwärts zum Ende der Strecke und rief ihn mit HIER zu mir. Er flitzte über die Hürden durch den Tunnel und kam vor mir zum sitzen. Das hatte er toll gemacht und nach kurzer Rückfrage kam die Bestätigung, dass er nicht versucht hat, mir zu folgen. Hach dieser Hund ist schon toll!

07.10.2011 - Vertrauen

Am 6. Oktober war ich mit Xanny in der Tierarztpraxis zum Impfen. Wir wurden mit den Worten begrüßt: Ach da kommt ja unsere Schönheit! Und damit war sicherlich nicht ich gemeint.

Am Nachmittag hing Xanny ein wenig durch, im wahrsten Sinne des Wortes:



Heute, am 7. Oktober waren wir - natürlich - wieder beim Schnüffelkurs. Xanny zieht mich dermaßen zum Hundeplatz, dass es sinnfrei ist, ihm auf diesem Stück das ordentliche Leinelaufen abverlangen zu wollen. Es war typisches Herbstwetter, ordentlicher Wind und es regnete immer wieder. Keine guten Verhältnisse um einem jungen Hund die Personensuche nahe zu bringen. Aber wir versuchten es trotzdem. Allerdings wollten wir bei der ersten Suche gleich ein wenig zu viel, die Spur führte etwas gerade aus auf einem Parkweg, dann im Bogen über die Wiese und hinter ein Gebüsch. Ich denke die Witterungsverhältnisse waren nicht geeignet, um für Xanny bereits einen solchen Weg zu gehen, wir brachen die Suche recht bald ab.

Sohnemann versteckte dann Xannys Spielzeug auf dem Hundeplatz, er lief geradewegs zum Zaun auf der anderen Seite, versteckte dort Ernie aus der Sesamstraße und kam im großen Bogen wieder zu uns zurück. Xanny nahm den geraden Weg in die richtige Richtung, stöberte dann ein wenig, bevor er Ernie fand. Spiel als Belohnung ist allerdings nicht Xannys Wunsch, wenn er sein Spieli gefunden hat und ich ihn lobe, dreht er sich sofort um und fragt nach Futter. Das bekommt er dann natürlich auch.

Die zweite Spur ging im Bogen zum Versteck und im Bogen wieder zurück. Auch diesmal folgte Xanny exakt dem Weg, den Sohnemann genommen hatte und fand Ernie in Rekordzeit.

Zwischenzeitlich hatte sich die Kursleiterin auf dem Grundstück für Xanny versteckt, da es dort in Hausnähe und unter den Bäumen weniger windig und nass war als draußen im Park. Xanny folgte der Spur, nahm auch die kleinen Bögen mit, die gelaufen worden waren und fand seine Person. Und weil das so gut klappte, versteckte sich die Dame am Ende der Stunde noch einmal draußen, diesmal gerade den Weg entlang und dann in kleinem Bogen hinter einen Busch, man kann sich den Weg vorstellen wie einen Spazierstock. Diesmal fand Xanny die Spur und folgte haargenau dem Bogen zu seiner Zielperson.

An diesem Abend stellte ich fest, dass man bei der Suche doch sehr viel Vertrauen in die Leistung seines Hundes haben muss. Ich sah die Zielperson bereits, bevor Xanny den Bogen einschlug und war nahe dran, ihn von seiner Spur abzuziehen, hab es aber glücklicherweise nicht getan. Wie ich dann sofort erfuhr, war sie genau den Bogen gelaufen, den Xanny nahm, ich hätte ihn also vom richtigen Weg ab- und damit sicherlich durcheinander gebracht.

03.10.2011 - Besuch im Wildpark

Heute sind wir nach dem Frühstück zum Wildpark Eekholt gefahren. Zum einen weil man dort Hunde mit in den Park nehmen darf und zum anderen weil der Park eben ein Park ist und somit komplett Schutz vor der Sonne bietet. Es war enorm voll im Park, Unmengen von Kindern, Kinderwägen und viele Hunde. Xanny hat natürlich auch einige Tiere kennen gelernt, blieb aber im Großen und Ganzen ganz entspannt. Wir haben 2 Stunden im Park verbracht und ich hab mal wieder viel zu wenige Fotos gemacht.





02.10.2011 - Besuch

Nach kurzem Telefonat mit Xannys Züchterin waren wir zum Toben am Elbstrand mit anschließendem erneuten Ohrenkleben verabredet.

Das Wetter war traumhaft, strahlend blauer Himmer, warm und fast windstill. Naja, für Hunde nicht so der Renner, aber für die Zweibeiner sehr wohl. Angekommen in Bielenberg am Elbstrand-Parkplatz mussten wir leider feststellen, dass ganz viele Zweibeiner die gleiche Idee hatten wie wir, so beschlossen wir kurz von Auto zu Auto, bei uns gemütlich einen Kaffee zu trinken und uns dann um Xannys Ohren zu kümmern. Gesagt getan.

Die Züchterin hatte Xannys Mama, eine weitere erwachsene Hündin und Xannys Halbschwester dabei, so dass die Hunde erst einmal damit beschäftigt waren, den Garten zu erkunden und eine Runde zu toben. Uns Zweibeinern war nicht so nach toben, so hielten wir uns eher ans Schnacken bei Kaffee und Keksen. Xannys Halbschwester Winnie ist eine ganz hübsche Maus, sie lässt sich nix erzählen und wenn Xanny dachte, er könne sich mit seinem Knochen beschäftigen, hatte er sich geschnitten. Sie verteidigt sogar zu Hause in ihrem Rudel mit 5 erwachsenen Airedale-Damen alles Fressbare und keine der Großen nimmt ihr etwas weg.

Als ein wenig Ruhe einkehrte, gab es ein dickes Stück Pansen für Xanny und dann gings ab auf den Tisch zum Ohren kleben. Diesmal haben wir sie seitlich weiter heruntergeklebt und auch in den Knick etwas Kleber gemacht. Nun hoffen wir, dass wir diesmal Erfolg haben und die Ohren halten bis Xanny mit dem Zahnen durch ist. Zumindest aber, bis wir in 2 Wochen zum Trimmen fahren.

01.10.2011 - Adé Welpenstunde!

Nachdem wir nun die ganze Woche mit Xannys Zähnen gekämpft haben ... falsch ... nachdem Xanny nun die ganze Woche mit seinen neuen Zähnen gekämpft hat und er deshalb wieder zum Beißdale geworden ist, scheint sich die Lage zu beruhigen. Zeitweise hatte er die alten und die neuen vorderen Zähne parallel im Maul, aber auch das hat sich erledigt. Einen hat er beim Knochenkauen verloren, einen haben wir heute morgen herausgezupft.

In dieser Woche haben wir Xannys geklebte Ohren entklebt. Da er beim Kleben so herumgezappelt hatte, war ziemlich viel Kleber an den Ohren. Diesen komplett zu entfernen war nicht ganz einfach, es hat mich zwei große Stücken getrockneten Pansen gekostet, damit Xanny lang genug still gehalten hat. Einmal hab ich ihm einen kleinen Ritzer mit der Schere verpasst, hat er aber gar nicht bemerkt. Wenn ich mir die Ohrenhaltung jetzt anschaue, hätten die Ohren sicher noch länger geklebt bleiben können. Aber dann hätten wir die Unmengen an Dreck nicht aus den Ohren entfernen können, die sich da angesammelt hatten. Insofern bin ich schon froh, dass ich mich mit der Schere bewaffnet habe.

Gestern abend waren wir wieder zum Nasenarbeits-Kurs. Xannys Suchobjekt war zunächst ein Kaffeepad in einer Plastiktüte. Diese wurde auf dem Platz versteckt, wir warteten vor dem Platz so, dass Xanny nicht sehen konnte, wo sich das Versteck befand. Ich habe jedoch beobachtet, wie der Verstecker über den Platz lief und konnte somit anschließend erkennen, dass Xanny genau auf dem Rückweg der Versteckerin entlang lief und ziemlich schnell das Objekt der Begierde fand. Dies wurde natürlich sofort ausgiebigst belohnt und zwar mit gekochten Herzwürfelchen.

Für die zweite Suche wurde Xannys Kong in einem Agilitytunnel versteckt. Auch diesen hat er gefunden. Allerdings findet Xanny Spielzeuge nicht soooo spannend, dass er sie dann als Belohnung emfinden würde, so er sie gefunden hat. Er wurde also wieder mit Futter belohnt.

Die dritte Suche sollte eine Personensuche sein. Wir hatten das schon mal mit unserem Sohn im Park gemacht, was prima funktioniert hat. Diesmal versteckte sich die Kursleiterin für Xanny. Der Suchweg sah wie folgt aus: Die erste Hälfte der Strecke war Parkweg, also festgestampfter Erdeboden mit Laub und Grünzeug. Die zweite Hälfte war nach einer 90-Grad-Abbiegung Asphaltfußweg bis zum nächsten Grundstück-Eingang. Xanny schlug nach der Tür aus der Hundeschule hinaus ziemlich sicher die richtige Richtung (es gab 3 Möglichkeiten) ein und lief bis zur Abbiegung. Auch dort nahm er die richtige Richtung, wurde dann aber von einem Fahrradfahrer und einem vorbeifahrenden Auto abgelenkt und kam von der Spur ab. Ich bot ihm noch mal das Schnüffelstück an, das nach der Zielperson roch, er war aber ziemlich von der Rolle. Nachdem die Kursleiterin dann mit leisen Pfiffen auf sich aufmerksam machte, fand Xanny sie letztlich doch und konnte mit dem Fleisch-Jackpot belohnt werden. Ich muss sagen, dafür dass hier von einem 4 Monate alten Hund die Rede ist, wir verschiedene Untergründe hatten und es noch dazu bereits dunkel war, hat Xanny ganz prima gesucht und ich war - mal wieder - mächtig gewaltig stolz auf ihn.

Heute nun war der große Tag, an dem die größeren "Welpen" aus der Welpenstunde ihren Welpentest absolvieren sollten, um dann ab der nächsten Woche in die Junghundgruppe wechseln zu können. Alle Hundeführer mit ihren Hunden saßen in einer Reihe auf Stühlen, wir gleich als erste. Der Test sah nun wie folgt aus: Wir begannen unseren Weg an der langen Hundereihe entlang, wobei Xanny bei jedem 2. Hund abwechselnd SITZ und PLATZ zu machen hatte. Dies musste nicht akkurat parallel beim Hundeführer sein, es ging darum zu zeigen, dass der Hund die Kommandos kennt und befolgen kann. Der Rückweg sollte bei FUSS erfolgen. Das hat Xanny hervorragend gemacht. Nachdem alle Hunde diese Übungen geschafft hatten, ging es zu einem kleinen Parcours: Ein gerader Tunnel, die flach aufgestellte Wand, eine Hürde, deren Stange am Boden lag. Dann sollte der Hund vor drei weiteren Hürden mit ganz flach aufgelegten Stangen sitzen bleiben, während der Hundeführer über die Hürden läuft und den Hund dann zu sich ruft. Dort gab es aber Hilfe von einer Person, die die Hunde, die noch nicht sitzenblieben, festhielt. Ich hatte Zweifel, dass Xanny sitzen bleiben würde, so wurde der Finger vorsichtshalber in sein Halsband gehakt. Er hopste freudig über die Hürden zu mir und auf dem Rückweg fragte ich, wie oft er denn gern losgelaufen wäre. Die Antwort war "Gar nicht!" Da hab ich mich richtig gefreut, denn SITZ und BLEIB haben wir schon des Öfteren geübt. Der Abschluss dieser Übungen war der Steg, auch diesen hat Xanny sicher überquert.

Nun ging es mit allen zusammen zu einem kurzen Ausflug durch die Stadt. Einmal die Einkaufsstraße entlang, schauen wie sich jeder Hund an der Straße verhält, über Fußwege auch durch den Außenbereich eines Restaurants, über den Marktplatz und wieder zurück zur Hundeschule.

Und ab nächste Woche gehen wir alle geschlossen in die Junghundgruppe. Da pfeift es dann aus einem anderen Loch, dann wird weniger gespielt und mehr geübt. Wir freuen uns drauf, denn Xanny scheint gern zu arbeiten und das muss ausgenutzt werden.

Am heutigen Nachmittag haben wir den 88. Geburtstag meiner Omi gefeiert und Xanny war zur Feier des Tages so brav und folgsam, dass ich fast ein wenig misstrauisch wurde. Aber es folgte kein böses Erwachen, er war einfach nur MEIN gut erzogener Hund ;-)