01.10.2011 - Adé Welpenstunde!

Nachdem wir nun die ganze Woche mit Xannys Zähnen gekämpft haben ... falsch ... nachdem Xanny nun die ganze Woche mit seinen neuen Zähnen gekämpft hat und er deshalb wieder zum Beißdale geworden ist, scheint sich die Lage zu beruhigen. Zeitweise hatte er die alten und die neuen vorderen Zähne parallel im Maul, aber auch das hat sich erledigt. Einen hat er beim Knochenkauen verloren, einen haben wir heute morgen herausgezupft.

In dieser Woche haben wir Xannys geklebte Ohren entklebt. Da er beim Kleben so herumgezappelt hatte, war ziemlich viel Kleber an den Ohren. Diesen komplett zu entfernen war nicht ganz einfach, es hat mich zwei große Stücken getrockneten Pansen gekostet, damit Xanny lang genug still gehalten hat. Einmal hab ich ihm einen kleinen Ritzer mit der Schere verpasst, hat er aber gar nicht bemerkt. Wenn ich mir die Ohrenhaltung jetzt anschaue, hätten die Ohren sicher noch länger geklebt bleiben können. Aber dann hätten wir die Unmengen an Dreck nicht aus den Ohren entfernen können, die sich da angesammelt hatten. Insofern bin ich schon froh, dass ich mich mit der Schere bewaffnet habe.

Gestern abend waren wir wieder zum Nasenarbeits-Kurs. Xannys Suchobjekt war zunächst ein Kaffeepad in einer Plastiktüte. Diese wurde auf dem Platz versteckt, wir warteten vor dem Platz so, dass Xanny nicht sehen konnte, wo sich das Versteck befand. Ich habe jedoch beobachtet, wie der Verstecker über den Platz lief und konnte somit anschließend erkennen, dass Xanny genau auf dem Rückweg der Versteckerin entlang lief und ziemlich schnell das Objekt der Begierde fand. Dies wurde natürlich sofort ausgiebigst belohnt und zwar mit gekochten Herzwürfelchen.

Für die zweite Suche wurde Xannys Kong in einem Agilitytunnel versteckt. Auch diesen hat er gefunden. Allerdings findet Xanny Spielzeuge nicht soooo spannend, dass er sie dann als Belohnung emfinden würde, so er sie gefunden hat. Er wurde also wieder mit Futter belohnt.

Die dritte Suche sollte eine Personensuche sein. Wir hatten das schon mal mit unserem Sohn im Park gemacht, was prima funktioniert hat. Diesmal versteckte sich die Kursleiterin für Xanny. Der Suchweg sah wie folgt aus: Die erste Hälfte der Strecke war Parkweg, also festgestampfter Erdeboden mit Laub und Grünzeug. Die zweite Hälfte war nach einer 90-Grad-Abbiegung Asphaltfußweg bis zum nächsten Grundstück-Eingang. Xanny schlug nach der Tür aus der Hundeschule hinaus ziemlich sicher die richtige Richtung (es gab 3 Möglichkeiten) ein und lief bis zur Abbiegung. Auch dort nahm er die richtige Richtung, wurde dann aber von einem Fahrradfahrer und einem vorbeifahrenden Auto abgelenkt und kam von der Spur ab. Ich bot ihm noch mal das Schnüffelstück an, das nach der Zielperson roch, er war aber ziemlich von der Rolle. Nachdem die Kursleiterin dann mit leisen Pfiffen auf sich aufmerksam machte, fand Xanny sie letztlich doch und konnte mit dem Fleisch-Jackpot belohnt werden. Ich muss sagen, dafür dass hier von einem 4 Monate alten Hund die Rede ist, wir verschiedene Untergründe hatten und es noch dazu bereits dunkel war, hat Xanny ganz prima gesucht und ich war - mal wieder - mächtig gewaltig stolz auf ihn.

Heute nun war der große Tag, an dem die größeren "Welpen" aus der Welpenstunde ihren Welpentest absolvieren sollten, um dann ab der nächsten Woche in die Junghundgruppe wechseln zu können. Alle Hundeführer mit ihren Hunden saßen in einer Reihe auf Stühlen, wir gleich als erste. Der Test sah nun wie folgt aus: Wir begannen unseren Weg an der langen Hundereihe entlang, wobei Xanny bei jedem 2. Hund abwechselnd SITZ und PLATZ zu machen hatte. Dies musste nicht akkurat parallel beim Hundeführer sein, es ging darum zu zeigen, dass der Hund die Kommandos kennt und befolgen kann. Der Rückweg sollte bei FUSS erfolgen. Das hat Xanny hervorragend gemacht. Nachdem alle Hunde diese Übungen geschafft hatten, ging es zu einem kleinen Parcours: Ein gerader Tunnel, die flach aufgestellte Wand, eine Hürde, deren Stange am Boden lag. Dann sollte der Hund vor drei weiteren Hürden mit ganz flach aufgelegten Stangen sitzen bleiben, während der Hundeführer über die Hürden läuft und den Hund dann zu sich ruft. Dort gab es aber Hilfe von einer Person, die die Hunde, die noch nicht sitzenblieben, festhielt. Ich hatte Zweifel, dass Xanny sitzen bleiben würde, so wurde der Finger vorsichtshalber in sein Halsband gehakt. Er hopste freudig über die Hürden zu mir und auf dem Rückweg fragte ich, wie oft er denn gern losgelaufen wäre. Die Antwort war "Gar nicht!" Da hab ich mich richtig gefreut, denn SITZ und BLEIB haben wir schon des Öfteren geübt. Der Abschluss dieser Übungen war der Steg, auch diesen hat Xanny sicher überquert.

Nun ging es mit allen zusammen zu einem kurzen Ausflug durch die Stadt. Einmal die Einkaufsstraße entlang, schauen wie sich jeder Hund an der Straße verhält, über Fußwege auch durch den Außenbereich eines Restaurants, über den Marktplatz und wieder zurück zur Hundeschule.

Und ab nächste Woche gehen wir alle geschlossen in die Junghundgruppe. Da pfeift es dann aus einem anderen Loch, dann wird weniger gespielt und mehr geübt. Wir freuen uns drauf, denn Xanny scheint gern zu arbeiten und das muss ausgenutzt werden.

Am heutigen Nachmittag haben wir den 88. Geburtstag meiner Omi gefeiert und Xanny war zur Feier des Tages so brav und folgsam, dass ich fast ein wenig misstrauisch wurde. Aber es folgte kein böses Erwachen, er war einfach nur MEIN gut erzogener Hund ;-)

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