07.10.2011 - Vertrauen

Am 6. Oktober war ich mit Xanny in der Tierarztpraxis zum Impfen. Wir wurden mit den Worten begrüßt: Ach da kommt ja unsere Schönheit! Und damit war sicherlich nicht ich gemeint.

Am Nachmittag hing Xanny ein wenig durch, im wahrsten Sinne des Wortes:



Heute, am 7. Oktober waren wir - natürlich - wieder beim Schnüffelkurs. Xanny zieht mich dermaßen zum Hundeplatz, dass es sinnfrei ist, ihm auf diesem Stück das ordentliche Leinelaufen abverlangen zu wollen. Es war typisches Herbstwetter, ordentlicher Wind und es regnete immer wieder. Keine guten Verhältnisse um einem jungen Hund die Personensuche nahe zu bringen. Aber wir versuchten es trotzdem. Allerdings wollten wir bei der ersten Suche gleich ein wenig zu viel, die Spur führte etwas gerade aus auf einem Parkweg, dann im Bogen über die Wiese und hinter ein Gebüsch. Ich denke die Witterungsverhältnisse waren nicht geeignet, um für Xanny bereits einen solchen Weg zu gehen, wir brachen die Suche recht bald ab.

Sohnemann versteckte dann Xannys Spielzeug auf dem Hundeplatz, er lief geradewegs zum Zaun auf der anderen Seite, versteckte dort Ernie aus der Sesamstraße und kam im großen Bogen wieder zu uns zurück. Xanny nahm den geraden Weg in die richtige Richtung, stöberte dann ein wenig, bevor er Ernie fand. Spiel als Belohnung ist allerdings nicht Xannys Wunsch, wenn er sein Spieli gefunden hat und ich ihn lobe, dreht er sich sofort um und fragt nach Futter. Das bekommt er dann natürlich auch.

Die zweite Spur ging im Bogen zum Versteck und im Bogen wieder zurück. Auch diesmal folgte Xanny exakt dem Weg, den Sohnemann genommen hatte und fand Ernie in Rekordzeit.

Zwischenzeitlich hatte sich die Kursleiterin auf dem Grundstück für Xanny versteckt, da es dort in Hausnähe und unter den Bäumen weniger windig und nass war als draußen im Park. Xanny folgte der Spur, nahm auch die kleinen Bögen mit, die gelaufen worden waren und fand seine Person. Und weil das so gut klappte, versteckte sich die Dame am Ende der Stunde noch einmal draußen, diesmal gerade den Weg entlang und dann in kleinem Bogen hinter einen Busch, man kann sich den Weg vorstellen wie einen Spazierstock. Diesmal fand Xanny die Spur und folgte haargenau dem Bogen zu seiner Zielperson.

An diesem Abend stellte ich fest, dass man bei der Suche doch sehr viel Vertrauen in die Leistung seines Hundes haben muss. Ich sah die Zielperson bereits, bevor Xanny den Bogen einschlug und war nahe dran, ihn von seiner Spur abzuziehen, hab es aber glücklicherweise nicht getan. Wie ich dann sofort erfuhr, war sie genau den Bogen gelaufen, den Xanny nahm, ich hätte ihn also vom richtigen Weg ab- und damit sicherlich durcheinander gebracht.

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