17.02.2012 - Fremde Leute

Heute am Freitag sind wir wie gewohnt mit Sack und Pack und leckeren Belohnungshappen zur Hundeschule gefahren zum Nasenkurs. Wir besuchen mit Xanny diesen Kurs bereits seit er 3,5 Monate alt war und ich bin heute ganz glücklich darüber, dass wir gleich so früh damit begonnen haben. Er hat großen Spaß am Personen suchen/Mantrailen und man merkt nach dieser einen Stunde, dass die Kopfarbeit enorm anstrengend für unsere Vierbeiner ist.

Xanny hat bisher fast ausschließlich unseren Sohn oder die beiden Damen der Hundeschule gesucht. Am Freitag bot sich nun die Gelegenheit, einmal andere Personen einzusetzen, die vom Kurs vorher noch in der Hundeschule anwesend waren. Da Xanny beim letzten Mal ein Problem damit hatte, die Straße zu überqueren, was er ja normalerweise nicht einfach so darf, haben wir dieses Mal den Gegenstand des Opfers erst auf der anderen Straßenseite platziert. Dort befindet sich direkt der Bahnhof. Die Schwierigkeit diesmal lag nicht darin, eine große Strecke zu überwinden, sondern die relativ kurze Strecke auf Pflaster und Aphalt zu meistern und die für Xanny als Opfer fremde Person zu finden. Die Spur führte vom Handschuh des Opfers um eine Ecke, ein Stück weiter drei Stufen auf den Bahnsteig, noch um eine Ecke und ein Stück den Bahnsteig entlang bis zu einer Bank, auf der sich die Person nieder gelassen hatte. Xanny nahm den Duft vom Handschuh auf und lief gezielt los, ignorierte einen entgegen kommenden Fußgänger, nahm die Stufen, checkte den ersten Reisenden, lief auf den Bahnsteig, checkte mit erhobener Nase die rechte Seite, drehte um, lief los, checkte im Vorbeilaufen den zweiten Reisenden, lief zur ersten Bank um den dritten Reisenden auszuschließen und flitzte dann zu unserem Opfer auf der Bank. Er brauchte zwei mal ein leises PLATZ vom mir um seine Person korrekt anzuzeigen und bekam dann seine Belohnung. Er hat konzentriert gearbeitet ohne sich ablenken zu lassen, hat alle Möglichkeiten ausgeschlossen und seinen Job gemacht. Wir waren begeistert.

Wir haben nach einer Pause ein zweite Person in den Park geschickt, nur ein kurzes Stück Weg, um eine Ecke ein Stück auf der Wiese entlang. Auch dieser Trail war kein Problem. Xanny lief allerdings zuerst in die falsche Richtung los, weil das Opfer kurze Zeit vorher aus dieser Richtung zur Hundeschule gekommen war. Ich blieb mit dem Leinenende in der Hand einfach stehen und als Xanny merkte, dass da irgendwas faul ist, kam er zurück, orientierte sich neu und nahm dann die richtige Richtung. Er ist genau auf der Spur des Opfers entlang gelaufen, brauchte allerdings wieder die Erinnerung ans Anzeigen.

Zwischendurch machen wir kleine Suchspielchen, während andere Hunde trailen. Zum Beispiel legen 3 oder 4 Personen ihre Schlüssel auf den Boden nebeneinander und die Hunde suchen jeweils den Schlüssel ihres Herrchens/Frauchens heraus. Eine andere Aufgabe sieht wie folgt aus: Drei Personen gehen auf den Hundeplatz, eine davon verliert gleich am Türchen einen Gegenstand. Die Personen stellen sich dann in einer Reihe auf und der Hund muss die richtige Person zum Gegenstand suchen.

Am heutigen Tag haben wir die Stunde damit ausklingen lassen, dass Xanny auf dem Hundeplatz ein paar Mal meinen Schlüssel bzw. seine Eule suchen durfte, ich hatte aber schon den Eindruck, dass ihm das manchmal zu langweilig ist. Er nutzt diese Aufgaben inzwischen auch gern, um erst mal über den ganzen Platz zu stöbern, bevor er sich dann zum zu suchenden Gegenstand aufmacht.

Mitte März haben wir in der Hundeschule ein Mantrailing-Seminar mit einer Damen aus Hamburg und ich bin sehr gespannt was uns erwartet. Natürlich bin ich ebenso gespannt, was sie zu Xannys Arbeit in diesem Bereich sagen wird. Bis dahin müssen wir aber noch fleißig üben.

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