25.03.2012 - Xannys erste Maus


Xanny hat heute Bekanntschaft mit einer Maus gemacht.

Wir sitzen gemütlich im Wohnzimmer, als Xanny draußen in einer ungewohnten Ecke bellt, und das auch noch in einer ungewohnten Tonlage. Ich also schnell raus, steht Xanny vor meiner halb vollen Gießkanne und bellt ein armes Mäuschen an, dass darin wie wild herumpaddelt. Das kann ich ja nicht ertragen, ich mag Mäuse. Braver Xanny, hast der Maus das Leben gerettet.

Ich also mit der Gießkanne zum Beet, Xanny war noch in der besagten Ecke, und das Wasser samt Maus ausgekippt, im Blickwinkel immer nach Xanny Ausschau haltend. Das arme Mäuschen war ganz fertich, schaute mich mit seinen großen Glubschaugen dankbar an, als ich Xanny aus den Augenwinkeln herannahen sah. Ich grabsch nach seinem Halsband, er flutscht mir so durch und SCHNAPP, weg isser mit dem armen geretteten Mäuschen. Grad dem Tod von der Schippe gesprungen musste sie nun demselben schon wieder gegenüber treten. All unsere Versuche, Xanny die Maus zu entlocken, waren vergebens. Da half kein AUS und kein PFUI und auch kein ICH HAB WAS GAAANZ FEIIIIIINES HIER! Er schleppte die Maus durch den ganzen Garten und spuckte sie immer aus, wenn sie sich bewegte, fand er wohl nicht komisch, Futter das sich bewegt ... äks. Ich konnte gar nicht ertragen, dass er die arme Maus nicht gekillt hat, sie sich immer noch bewegte. Fressen wollte er sie auch nicht. Menno.

Letztlich hat mein Mann sich dann Handschuhe übergezogen, was Xanny immer ganz toll findet zum reinbeißen, hat ein Stück Pansen geholt und Xanny damit von der Maus weglocken können. Sie war aber dann doch tot, so dass wir nicht auch noch nachhelfen mussten. Sowas kann ich nich ... aber Fotos kann ich!
 

Komm bloß nicht näher!


Na Du kleine Maus, wollen wir bisschen spielen?

Oh, da is auch irgendwas ...


Hey, nich schlafen jetzt!

   
Und jetzt noch Mamas Lieblings-Bild:


21.03.2012 - Welpen von der Stör

Wir haben den Trimmtermin natürlich ganz gezielt ausgewählt, denn in Xannys Zwinger gibt es derzeit den Y-Wurf, der gerade 4 Wochen alt ist. Hier ein paar Bilder von den süßen Airedale-Babys:







Die beiden lachen wohl über einen Witz ...




Das ist so süß, da möchte man stundenlang neben der Kiste sitzen und zuschauen ...

21.03.2012 - Frühlings-Frisur

Heute konnten wir endlich zu Xannys Züchterin fahren, um den Winterpelz fachmännisch beseitigen zu lassen. Xanny fand das wie immer doof und hat anfangs gejammert, sich dann aber irgendwann in sein Schicksal ergeben. Das Ergebnis ist toll, ich liebe frisch getrimmte Airedales, sie sind plötzlich ganz andere Persönlichkeiten, der Stolz der Rasse kommt extrem gut rüber und es fasst sich sooo schön an.




Am gleichen Tag bekamen wir mit der Post unser neues Suchgeschirr. Es wurde uns sehr emfpohlen von einer Tierärztin, die selbst aktiv mantrailt und so war es keine Frage, dass es Weltmeisters SAFETY von Uwe Radant sein sollte.



19.03.2012 - Austoben

Nachdem wir gestern ja viel gearbeitet haben und Xanny viel im Auto warten musste, sind wir heute zum Strand gefahren, damit er sich ordentlich austoben kann.





Letzte Bilder mit Winterpelz



Hatte ich schon mal erwähnt, dass Xanny ein Kasperkopp ist?


18.03.2012 - Mantrailing

Ein ereignisreicher und erfolgreicher Tag geht zu Ende. Unser Mantrailing-Seminar mit Christine Schüler hat mich einiges Wissen und einige Erfahrungen reicher gemacht.

Wir begannen mit einem Frühstück und dem vergeblichen Versuch, einen Beamer in Gang zu setzen. Nachdem wir die Tücken der Technik überwunden hatten, begann Christine Schüler, deren Hunde die einzigen offiziellen Mantrailer der Rettungshundestaffel in Hamburg sind, mit einem ca. einstündigen Vortrag über das Mantrailing. Dieser war sehr informativ und selbst mein 10-jähriger Sohn, der freiwillig mitgekommen war, fand es sehr interessant und hatte richtige Antworten auf Christines Fragen parat. Sie erklärte sehr verständlich, was bei so einem Vortrag ja doch wichtig ist, damit man nicht anfängt zu gähnen.

Danach ging es ab ins Industriegebiet, ein für die meisten Hunde völlig unbekanntes Gebiet. Die Ansage war: ein Hund sucht, alle anderen bleiben im Auto. Das war nicht ganz realisierbar, denn zwei Hunde waren ohne Auto da, die waren dann also immer mit dabei. Also Christine vornweg mit dem Opfer, Versteck besprochen, Opfer versteckt, Hundeführer und Hund rückten nach und dann gings auch schon los, alle Teilnehmer hinterher. Dies war für die Hunde auch neu, für uns aber wichtig, um lernen zu können. Nach jeder Suche, ob erfolgreich oder nicht erklärte Christine für jeden verständlich, was richtig und was falsch war. Kam der Hund nicht in die Spur, erklärte sie warum und wie man weiter verfahren könne und setzte diese Erklärungen auch praktisch um.

Xanny war an der Reihe und wir machten alles so wie immer. An Halsband und Leine bis 1 Meter vor den Geruchsartikel des Opfers, Halsband ab, Suchhalsband mit Suchleine dran und los gings. Xanny hat die ungewohnte Umgebung nicht beeindruckt, er hat die Witterung aufgenommen und ab ging die Post. Christine erklärte mir seinen Weg im Nachhinein anhand von Windrichtung und Gebäuden und wies mich auf einen Fehler hin. Xanny drehte auf der Spur um, weil er "aus der Witterung gelaufen war" und lief zurück auf Christine zu. Ich dachte, er will zu ihr und bremste ihn etwas aus, hinderte ihn damit aber "die Witterung wieder aufzunehmen". Na ihr könnt euch denken, dass Xanny natürlich seinen Weg gefunden hat, er hat alles richtig gemacht und ich hab was Wichtiges wieder aufgefrischt: Schaue Dir die Gegebenheiten an und die Windrichtung und vertraue Deinem Hund.

Xannys zweiter Trail war auch super. Christine hatte ein anderes Versteck für das Opfer gewählt, als wir vorher angedacht hatten. Was sagte sie noch hinterher? Sie wollte mich austricksen. Das kennen wir doch aber schon. Gewohntes Ritual und ab die Post. Xanny bog recht schnell auf eine Wiese ab und blieb nicht wie erwartet auf dem Weg. Weil ich ja aber lernfähig bin, vertraute ich meiner Spürnase und folgte ihm. Ihr kennt das Ende. Xanny fand sein Opfer und knackte somit den Jackpot und heimste dickes Lob ein.

Jeder Hund arbeitete zwei Trails und anschließend ging es zurück zur Hundeschule. Bei einem leckeren Imbiss konnten wir all unsere Fragen los werden und Christine erzählte noch etwas von ihrer Arbeit.

Es war ein toller Tag mit tollen Hunden. Ich bin Christine auf jedem Trail gefolgt und habe viele Infos bekommen und aus dem Verhalten aller Hunde und Hundehalter mitgelernt. Ich bin mächtig stolz auf Xanny.

Ich habe mich nebenbei noch ein wenig mit Christine über meinen Halbstarken unterhalten und sie meinte dazu nur: man sollte Hunden bis zum Alter von 8 Monaten alles mögliche beibringen, was sie in ihrem Leben brauchen werden, dann könne man sie getrost ein halbes Jahr in den Keller sperren und den Schlüssel umdrehen. Nein, das meinte sie natürlich nicht ernst.Man muss dieses Alter eben aussitzen, nicht auf dem Kopf rumtanzen lassen, viel gemeinsam machen, aber bloß keinen Druck für Hund und Hundeführer.

Im Übrigen wurde mir dringend empfohlen auf ein Geschirr umzusteigen, auch wenn Xanny eventuell noch etwas zulegt. Ich habs nun bestellt und werde vom ersten Eiertanz ums Anziehen desselben berichten.

14.03.2012 - Sandwurpse

Wir waren heute 2 Stunden am Elbstrand unterwegs und eigentlich hätte ich euch viele tolle Bilder zeigen können, wenn ... ja wenn ich die Kamera vom ebay-Bild-Modus "Klein und platzsparend" wieder auf "Xanny in RAW" gestellt hätte. Naja, ein paar sind doch zumindest vom Motiv her gelungen:

Warte Du Biest, siehste wohl, ich kann nämlich auch fliegen!



AAAARG, hab voll das Wasser übersehen, eklig!

Mist, jetzt isse weg


Aber vielleicht find ich ja einen Sandwurps, mal gucken

Ah, hier vielleicht ...


Hä? Hast Du was gesagt?


Komm raus Duuuu ...

 
Und Toben geht auch IMMER


Ein Sandwurps ist übrigens ein mir gerade eingefallenes fieses im Sand lebendes Etwas, das von kleinen gern buddelnden Xannys immer wieder gejagt und nie gefangen wird!

13.03.2012 - Himmel, Ar... und Zwirn

Xanny ist im Moment überhaupt nicht bei der Sache in der Junghundstunde. Er düdelt in der Gegend herum, tut nur was er soll, wenn er Leckerchen dafür bekommt und will eigentlich nur toben und rumblaffen und nen dicken Max machen ... und mir die Kralle zeigen. Heute trieb sich ein Junge mit einer neongelben Mütze um die Hundeschule herum und Xanny war total verunsichert. Schwanz weg, den Jungen immer im Blick, er bellte ihn sogar an und die Leckerchen hätte ich ihm mit Macht in den Hals schieben müssen, er hat sie mit dem Ar... nicht angeschaut. Ich habe letztens einen Artikel einer Hundeschule im Netz gelesen, der auf das Verhalten zutrifft. Pubertierende Vierbeiner, die plötzlich vor völlig banalen Dingen Angst zeigen und ihre Hormone nicht im Griff haben.

Was mich dabei ärgert ist, dass er all die Sachen, die er in der Hundeschule lernt, zu Hause und im Alltag kann und auch gern zeigt, nur nicht in der Hundeschule. Wie ärgerlich!


Wie lange hält das noch an??? *seufz*

Mal was anderes:

So langsam bin ich etwas aufgeregt, am Sonntag ist unser Mantrailing-Seminar.

Wir beginnen mit dem Frühstück, bei dem wir ein wenig den Ablauf besprechen und vielleicht auch etwas Theorie machen. Vermutlich nutzen wir erst die vorhandene und für die Hunde gewohnte Umgebung und fahren dann ins Gewerbe-, Industriegebiet.

Ich bin gespannt, wie die Hunde darauf reagieren, denn das ist für sie ganz neu. Das ist halt der Nachteil an so einer Hundeschulenstunde, in einer Stunde kann man nicht auch noch irgendwohin fahren, da muss man nutzen, was man hat und mit unserer Umgebung sind wir ja eigentlich auch recht gut bedient. Wir haben den Park, Wege mit verschiedenen Untergründen, Häuser, den Bahnhof, Straße und genügend Verstecke.

Ich werde auf jeden Fall Kamera und Camcorder dabei haben und später hier berichten.

06.03.2012 - Fix und alle


Gestern hatten wir einen aufregenden Nachmittag.

Über zig Ecken hatten wir Kontakt zu einer Dame mit zwei Airedales aufgenommen, die ganz in unserer Nähe wohnt.

Die ältere Hündin ist 5,5 Jahre alt, die Kleine grad mal 4,5 Monate. Ich hatte die Frau angerufen und trotz anfänglicher Verwirrung verabredeten wir uns für den gestrigen Nachmittag. Wir trafen uns an der Mündung der Stör in die Elbe, ein herrliches Fleckchen Erde zum Laufen, solange die Schafe noch nicht am Deich sind. Wir verstanden uns prima und Xanny tobte mit der Kleinen los. Die ältere Hündin musste Xanny ab und an mal erklären, dass er nicht so dolle mit der Kleinen dürfe, aber ansonsten war es ein ganz ganz netter entspannter Spaziergang mit diversen Möwenfunden.



Nach einer Stunde lieferten wir die kleine Maus daheim ab, denn sie war fix und alle getobt, und dann hängten wir noch eine halbe Stunde hintendran. Das Wetter war so herrlich, die Sonne schien, keine Wolke am Himmel ... und wir hatten beide keine Kamera dabei. Das wollen wir unbedingt nachholen. Und vielleicht kommen die drei Mädels auch in unsere Hundeschule.

Anschließend bin ich noch mit Xanny in die Hundeschule. Ich dachte eigentlich, das würde nichts mehr werden, denn Xanny war auch schon etwas k.o.. Da war dann aber ein neuer Rüde ... ein kastrierter Rüde ... und Xanny hat sich unmöglich aufgeführt. Bisher hat er sich noch nicht mal Hündinnen gegenüber so verhalten, er ist noch nie bei wem aufgeritten. Aber gestern hat er allen Anstand vergessen und den armen Neuling ganz arg verfolgt und angeschmachtet. Das war ja fast schon peinlich.



Wie erwartet war aber nicht mehr viel mit Training, so ein Platz hab ich bei Xanny noch nie erlebt. Ich sag Platz und er fällt um auf die Seite, ich musste richtig laut lachen und alle schauten ganz verdutzt.

Ach das war ein herrlicher Nachmittag ...

02.03.2012 - Nase


Unsere heutige Nasenarbeit hat mich wieder mal ganz glücklich gemacht.

Die zu suchende Person war Xanny gut bekannt, hat sich aber bisher nur einmal für ihn versteckt und das ist lang her. Die Strecke verlief wie folgt: ein Matschweg, den das Opfer am Rand entlanglief, dann vom Weg ab über eine Wiese auf einen festen Weg der in Asphalt übergeht und neben einem Fleth entlang führt, einen kleinen Bogen um das Wasser herum, über eine Straße neben einer Kreuzung, weiter auf gepflastertem Weg um eine Ecke bis zum ersten Hauseingang.

Xanny schlug nach Prüfen des Halstuchs des Opfers sofort die richtige Richtung ein, lief wie das Opfer am Wegrand entlang und folgte der Spur über die Wiese. Auf dem folgenden Weg neben dem Wasser hob er bereits die Nase und schnüffelte geradewegs übers Wasser in Richtung des Opfers - Einbildung oder kann das sein?

Er folgte weiter dem Weg bis zur Straße und genau als wir dort ankamen, kamen Autos aus allen Richtungen, so dass wir warten mussten bis alle vorbei waren. Auf mein "Warte Auto" blieb Xanny stehen. Nachdem alles frei war, gab ich Xanny noch einmal das Halstuch, er schnüffelte flüchtig und flitzte sofort wieder los, über die Straße, den Fußweg entlang und kürzte dann durch die Hecke das letzte Stück zum Opfer ab.

Das war die bisher längste Strecke, die wir gesucht haben. Ich kann schlecht schätzen, aber ich behaupte mal, es waren so nach Maßstab im Stadtplan ungefähr 300 Meter. Wir hatten diverse Untergründe und mindestens 3 Autos, die die Spur gekreuzt haben.

Das hat er mal wieder richtig toll gemacht. Wenn mir allerdings vorher jemand gesagt hätte, dass ich so viel rennen muss im Nasenkurs, ich weiß nicht, ob ich mir nicht ein anderes Hobby gesucht hätte.