29.06.2012 - Gemantrailt

Nach mehreren Wochen Trail-Abstinenz haben wir heute mal wieder den Trailkorb gepackt. Die Hundeschule hat zwar Ferien, aber unsere Gruppe hat sich so super zusammen gerauft, dass wir uns trotzdem treffen.

Xanny war natürlich hellwach und ließ die Trailsachen nicht mehr aus den Augen. Mit dabei war auch Klein-Kimi, die Yorkshire-Büchse, die uns letzte Woche noch mit ihrer Läufigkeit verrückt gemacht hat. War heute weit weniger schlimm, wir konnten nach dem Trailen problemlos alle zusammen laufen lassen und Xanny ließ sich, wenn er gar zu aufdringlich wurde, recht gut bremsen.

Zurück zum Trailen.
Heute war es warm, schwül, es ging nur ein Hauch von Wind, kaum zu spüren. Die ersten Trails gingen vom geteerten oder gepflasterten Fußweg über auf Wiese. Die zweite Runde war ausschließlich Fußweg im Wohngebiet. Xanny bekam als Erster einen kurzen Trail zum Aufwärmen. Am rechten Winkel über die Straße musste er kurze Zeit nachdenken und die Nase in die Luft strecken, fand dann aber zügig seine Person im Gebüsch.

Beim zweiten Trail war ich mutig und habe eine längere Strecke "geordert", was wir seit Monaten nicht gemacht hatten. In der letzten Zeit haben wir Wert auf sichere Starts und motivierte Suche gelegt und die Trails kurz gehalten.
Wir starteten auf dem Fußweg, Xanny schlug sicher die richtige Richtung ein und ab gings bis zu einer Kreuzung. Er überquerte die Straße, arbeitete alle abgehenden Straßen und eine Einfahrt aus und nahm die richtige Abbiegung. Ich dachte dann schon Oha, das ist jetzt aber schon ganz schön lang!, mein Wisser gab mir aber zu verstehen, alles sei in Ordnung. Also immer weiter die Straße entlang, die in einen Weg mündete. Diesen weiter gehend sah ich die Person bereits, da kam von vorn ein kleiner Hund mit Frauchen. Xanny bog kurz in einen Weg ab, kam zurück, sah den Hund ein paar Meter entfernt, ignorierte ihn, kreiste ein wenig, hob die Nase und fand seine Person hinter einem Baum. Diese war vorher in den Weg eingebogen, den Xanny gecheckt hatte. Dort fand sei kein Versteck und ging statt dessen zu besagtem Baum.

Ich hab mich super gefreut über den Erfolg und bin mal wieder ganz stolz auf meine Nase.

Demnächst wollen wir die Versteckpersonen mal ohne quietschorangene Warnwesten losschicken. Statt sich zu verstecken, sollen sie auf der Parkbank sitzen und Zeitung lesen, oder mit Koffer am Bahnhof auf den Zug warten, oder in der Eisdiele ein Eis essen. Außerdem wollen wir uns mit älteren Spuren befassen, aber das will gut durchdacht sein.

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