23.04.2013 - Anstrengender Schnüffler

Ich glaube es wird endlich ruhiger in Xannys Leistengegend ...

Das waren um und bei 8 Wochen, in denen er mich echt manchmal zur Weißglut gebracht hat. Die ganzen leckeren Hündinnen waren ja alle viel wichtiger als Frauchen.

Nach einem wichtigen Gespräch - Danke Marion - habe ich vor gut zwei Wochen begonnen, alle Regeln, die Xanny im Alltag kennt und einhalten soll, mal wieder konsequent klar zu machen und das Befolgen auch wirklich einzufordern. Sowas wie: Bei Mahlzeiten wird neben dem Tisch gelegen, nicht gesessen und auch nicht unterm Tisch nach Krümeln gesucht zum Beispiel. Wenn er seinen Rappel bekam und mich herausforderte, anbellte und anfing die Hände zu gnabbeln ging es sofort in die Kudde, bis ich ihn wieder freigegeben habe.

Und ich habe das Kommando BEI MIR eingeführt, welches seit gut 2 Wochen auf einem Teil unseres Arbeitsweges ausgeführt wird. Xanny läuft links neben mir, max. seine Schulter an meinem Knie, kein Pinkeln, kein Schnüffeln, nüscht. Sobald er weiter vor geht, gibts ein HEY und nen Zubbel. Er hat also ohne Zerren neben oder hinter mir zu laufen und das bis zur Freigabe. Boah, die erste Woche war echt anstrengend. Jetzt kennt er es schon. Das ganze übrigens mit Kettenhalsband, ich hab das Geschirr echt satt. Jetzt geht's mal nach meinen Wünschen so!

Letztens bin ich das erste Mal überhaupt den Weg zur Hundeschule gelaufen, ohne einen wie blöde zerrenden Hund. Es war herrlich.

Was soll ich sagen ... da hätt ich auch schon eher drauf kommen können. Natürlich ist man immer und überall konsequent. Aber mit der Zeit wird man echt luschig und dann nutzt die Kröte das schon auch mal aus.

Was bin ich froh ...

Aber es gibt natürlich auch Schönes zu berichten:

Letzte Woche waren wir zur Schnüffelstunde in der Hundeschule. Zur Einstimmung wurde für Xanny seine Beißwurst auf dem Platz versteckt, so ungefähr in 1,5 Meter Höhe. Xanny war schon heiß, vor ihm durften bereits einige Hunde suchen und dann wird er immer schon ganz hibbelig.

Er also rauf auf den Platz, SITZ, ableinen und SUCH. Xanny ist in einem Affenzahn über den Platz gelaufen, hat seine Beißwurst gefunden, hat sie sich herunter geholt und dann damit ins Platz gelegt. Zur Belohnung hab ich mit ihm damit gespielt und sie dann weggeworfen. Und ... der Himmel weiß warum ... er hat sie mir wieder gebracht ... Hä? Wo hat er das denn jetzt her? Noch mal weg geworfen ... Xanny brachte sie mir auf mein Rufen noch mal direkt vor die Füße! Ich bin ja bald aus den Latschen gekippt. Wir haben nur ein einziges Mal in diesem Jahr ein wenig Futterdummy bringen geübt. Und jetzt das.

Später war Xanny mit Trailen dran. Es war recht windig, Xannys Suche war für den Park vorgesehen, der ein wenig windgeschützt liegt und wo vorher noch niemand von uns gewesen war. Opfer war Klein-Kimis Frauchen, die kurzerhand Kimi mitnahm. "Nicht so lang!" sag ich noch. Neiiiin, wird nicht lang, sagt Frank, der sich mit Kimis Frauchen abgesprochen hatte. Na gut.

Wir also Geschirr und Leine geschnappt, raus aus der Hundeschule, über den Weg, wo die Tüte mit dem GA lag. Ich sag SITZ und Xanny, der ja echt hibbelig ist, wenns ans Suchen geht, ist plötzlich gaaaanz ruhig, setzt sich hin, wartet geduldig, bis ich ihm das Suchgeschirr im Müllmann-Look übergezogen habe, mir die Leine umgelegt habe, die Tüte aufgenommen habe und erst als ich ihm diese hinhalte, steht er auf. Und ab geht die Post. Zielstrebig, die Nase meist oben, die Schnute offen zieht er mich durch den Park. Zwischendurch will er immer wieder die Nase ins Laub wühlen und schnuppern. Das habe ich immer sofort abgebrochen mit SUCH WEITER, damit er gar nicht erst auf andere Gedanken kommt. Jede Kreuzung, auch die zwei, wo es über kleine Holzbrücken übers Wasser ging, arbeitete er ganz deutlich aus und nahm den richtigen Weg. Vor Überquerung der Straße blieb er am Bordstein selbstständig stehen.

Letztlich fand er Kimi und Frauchen auf der anderen Seite vom Park. Aus "Nicht so lang" war glaub ich Xannys längster Trail geworden. Kimi hatte den ganzen Weg lang immer wieder gepieselt, so dass die Vermutung nahe liegt, dass Xanny wohl Kimi gesucht hat und nicht ihr Frauchen. Wir haben fest gestellt, dass Xanny einen Weg anders genommen hat, als Familie Kimi. Da war es so, dass Kimi in diesen Weg hinein- und wieder herausgelaufen war. Er lief dann parallel zu Kimis Weg und kam an der nächsten Kreuzung wieder auf den Weg des Opfers.

Zwei Stunden vorher hatten wir bereits unsere Junghund-Stunde, die wir mit nur 3 Hunden komplett ohne Leinen unter dem Motto "Wir arbeiten heute mal gaaaaanz in Ruhe" absolvierten. Das war schon super. Und dann diese super Sucharbeit.

Ich war mega-stolz auf meine Nase. Tut mal wieder gut.

Pssst ... Xanny hier ... ich erinner Frauchen beim nächsten Ausflug mal wieder an die Kamera. Die ist schon ganz schön verstaubt. Versprochen!

Kommentare:

  1. Hallo Xanny,
    das hast du ja alles super gemacht. Ohje, wenn das unser Frauchen liest. Ich zerre nämlich in letzter Zeit wie dumm an der Leine. Ich sag ja immer, Frauchen ist zu langsam. Aber Frauchen ist da anderer Meinung.
    Liebes wauzi von Emma

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  2. Oha Emma, pass bloß auf mit der Zerrerei. Den Zweibeinern fällt immer noch was Neues ein, um uns davon abzuhalten!

    Nordische Grüße
    Xanny

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  3. Au Backe Xanny, da will wohl nun dein Frauchen wieder voll Chef spielen - nun ja - abwarten - oft sind wir einfach die dickköpfigeren Sturköppe und erobern uns dann so einen kleinen Freiraum zurück - mal sehn...

    Geschirr ab - also optisch jedenfalls eine Verbesserung, wenn ich das mal so sagen darf, ich glaube ohne hast du bei den Mädels nächstens noch mehr Chancen (falls dein Fraule mal nicht guckt...), praktisch spielt es dem Fraule in die Hände - glaube ich :-)

    Jedenfalls bist du eine Supernase - meint Bente

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