Urlaub 2013 - Teil 3

Der dritte Teil unseres Urlaubs führte uns in ein kleines Örtchen im Hunsrück. Dort warteten gleich zwei Mädels auf mich, Else und Zirbel. Else ist knapp 4 Wochen älter als ich und wir kannten uns schon von zwei Airedaletreffen. Natürlich kannte ich auch Zirbel schon, hatte aber den Eindruck, ich war ihr nicht so wichtig. Sie war wohl manchmal etwas genervt von uns Jungvolk, aber im Großen und Ganzen hat sie uns ganz gut ertragen.

Unsere täglichen Runden führten uns durch die Felder zur Ponyweide, nachzählen ob noch alle Drei da sind. Aber zu DEN Viechtern später mehr. Wir hatten jede Menge Zeit und Platz zum Toben, sowas muss man ja gnadenlos ausnutzen, oder?




Mit Else konnte ich herrlich rennen und manchmal ließ sich auch Zirbel nicht lang bitten.







Aber meist hat Zirbel uns zugeschaut und nur eingegriffen, wenn's ihr zu bunt wurde. Dann bekam meist die Else was hinter die Ohren. Gehört sich auch so, schließlich war ich ja Gast.


Natürlich gab es auch an dieser Urlaubsstation ein Airedale-Freunde-Treffen. Wir fuhren also am Wochenende zur Fuchskaute in den Hohen Westerwald. Dort trafen wir einige Leuts und Hunds und Papageis von der vorherigen Woche wieder und hatten wieder ganz viel Spaß zusammen. Nach unserem etwas kurzen Ausflug - es war wirklich sehr heiß - gab es dann Eiskaffee mit Bananeneis, Stratiatella-Eisbecher mit Bananeneis und Eisschokolade mit Bananeneis. Naja, bis die Leutchen in der Fuchskaute das dann hinbekommen hatten war das Bananeneis wohl alle und wir hatten das Eis allesamt kostenlos. So kann's gehen. Aber so eine Terrasse voller Airedales kann schon auch verwirren.



Nein, ich bin nicht schwächlich, ich sagte doch, es war heiß!

Nach diesem Wochenende fuhren wir los Richtung Mosel, so ein wenig Touristenprogramm muss sein, wenn man schon mal unterwegs ist. Als wir dann in Cochem über die Brücke liefen, stellte Frauchen fest, dass sie schon mal dagewesen ist, im Jahr 2000, lang lang ist's her.


Und man kann es kaum glauben: Da wohnt man in der Matjes-Metropole Deutschlands und versucht mal, für drei Wochen diesem halbtoten Fisch (sagt Frauchen immer) zu entkommen. Dann läuft man durch die wunderschöne Innenstadt von Cochem und steht plötzlich vor DIESEM Schild:


Das schlägt doch dem Fass den Boden aus! Der NEUE Matjes ist da! Und das Ende Juli. Die müssen noch viel lernen da an der Mosel. Vielleicht bleiben sie besser beim Wein ... AUA ... jetzt hab ich eins hinter die Löffel bekommen vom Frauchen. Ich soll nicht so frech sein, sagt sie, ts.

Zwei Tage nach dem Treffen kam Lupo mit seinem Frauchen zu Besuch. Eigentlich wollten wir eine Wanderung durch eine Klamm machen und anschließend lecker in der Schmausemühle essen. Da das Wetter aber nicht wirklich zuverlässig schien, ließen wir die Wanderung weg und fuhren direkt zum Restaurant. Leider sind Frauchen die Bilder vom Essen irgendwie abhanden gekommen, so dass ihr mir nun einfach glauben müsst, dass das Rumpsteak äußert lecker roch und auch schmeckte, wie Frauchen beteuerte. Lupo musste ich am Abend dann noch erklären, dass man Erwachsene - jaja, ich bin jetzt auch erwachsen, was denkt ihr denn? - nicht anknurrt, wenn sie in die Futterschüssel gucken wollen. Man, das war ein Geschrei, dabei hab ich ihm gar nix getan, ich hab nur mit ihm geredet, wirklich!

Auch ein bisschen getrailt haben wir, nein nicht in Cochem, in Kastellaun. Guckt, die Zirbel im zirkusreifen Tänzelschritt bei der Arbeit:


So, aber jetzt mal zu diesen großen Dingsen, zu denen die nicht mal bellen können:
Da läuft man nichtsahnend an der Weide entlang ...


da stehen sie plötzlich, die Ponys, wie die heißen. NEIN, jetzt sagt bloß nicht, das seien Pferde, da bekommt ihr aber richtig Ärger mit der Else-Zirbel-Pony-Chefin! Also die Ponys, die stehen da und lassen sich von mir überhaupt gar nicht beeindrucken, guckt selber:


Die konnt ich nicht mal erschrecken, geschweige denn wegbellen. Aber es kam noch viel schlimmer. Das weiße und das braune Dings wurden von der Weide geholt und bekamen Sessel angezogen.


Und dann stiegen die Chefin und mein kleiner Zweibeiner auf die Ponys drauf und gingen - ritten hab ich gelernt - ritten einfach weg.


Okay, damit konnt ich ja noch leben, denn mein Frauchen blieb immerhin bei mir. Else und Zirbel die falschen Fuffziger rannten mit den großen Dingern mit. Sie mussten wohl aufpassen, dass ihr Frauchen sich nicht verläuft, kann ja auch mal vorkommen. Aber dann ... dann stieg mein Frauchen auf den Schimmel und ritt davon. Das ging ja mal gar nicht. Mein kleiner Zweibeiner blieb mit der Kamera zurück und ich wusste überhaupt gar nicht, was ich machen soll. Mitlaufen? Mit den großen Dingern, die nicht mal bellen können? Dableiben, oh nee, wenn Frauchen nun nicht wieder kommt? Was jetzt?


Ich bin dann ein paar Mal hin und her gerannt zwischen meinen Leutchens, ich war völlig fertig mit der Welt.


Und als sie wiederkamen, Else und Zirbel vorne weg, da hab ich mich aber ins Zeug gelegt und so getan als ob ich nur Augen für Else und Zirbel hätte.


Eine Aufregung sag ich euch. Als dann endlich alle wieder da waren, brauchte ich erst mal Deckung und vor allem eine Pause.


Da ist mir die Toberei mit Else dann doch viel lieber, da kenn ich mich wenigstens aus mit. Und da kann ich auch mal der Gefääährliche sein. Nee Quatsch, ich bin ja völlig harmlos.



Am letzten Abend haben wir noch mal ein wenig Kultur auf dem Plan gehabt. Die Burg in Kastellaun. Die Zweibeiner haben doch tatsächlich abends um 22 Uhr in einem Restaurant noch Eis bestellt, unverschämt.




So ihr Lieben, das war mein Urlaubsbericht über drei wundervolle Wochen bei wundervollen Leuten mit wundervollen Hunden. Solch eine Art Urlaub zu machen ist spannend und erlebnisreich, wir können das nur weiter empfehlen.

Demnächst kommt dann mein Bericht zum 2. großen Forentreffen des Airedale-Freunde-Forums.

1 Kommentar:

  1. Muahah, Xanny, SÄTTEL, nicht Sessel.
    Und Du hast ja keine Ahnung, wie genial es ist, mit den Ponys um die Wette zu rasen, wenn die Chefin drauf reitet. Das macht voll viel Spaß, echt, besser kannste nicht so große Reviere erkunden. Aber ich bin ganz traurig gewesen als Du wieder wech warst, hat echt Spaß gemacht unser großes Rudel mit uns beiden an der Spitze ... äh also vorne weg.
    Deine Dich liebende Else

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